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Ziel und Inhalt der buddhistischen Lehre
"Die
grundlegende Natur unseres Geistes ist wie der Raum: grenzenlos und unzerstörbar.
Wenn wir mit dem Geist arbeiten und dies erfahren, werden seine natürlichen
Qualitäten wach:
Wir werden furchtlos und bekommen mehr Überschuss, um anderen zu
helfen."
(Lama
Ole Nydahl)
Die Karma Kagyü Linie
Die Karma Kagyü Linie ist eine der großen buddhistischen Schulen
des Diamantwegs.
Als Linie der direkten mündlichen Überlieferung legt sie besonderen
Wert auf Meditation und die unmittelbare Verwirklichung der Natur des
Geistes durch die Übertragung des Lehrers. Die Karma
Kagyü Linie findet ihren Ursprung beim historischen Buddha und
entwickelte sich zu einem praktischen Erleuchtungsweg in Indien und Tibet.
Vor 1000 Jahren gestalteten bedeutende Mahasiddhas wie Naropa und Maitripa
sowie die bekannten Verwirklicher (Yogis) Marpa und Milarepa die Linie
als eine lebensnahe Laienbewegung. Gampopa entwickelte kurz danach sein
Klosterwesen.
Seit dem 12. Jahrhundert hat die ununterbrochene Reihe der Wiedergeburten Karmapas
die Linie lebendig und kraftvoll gehalten.
Heute geben buddhistische
Lehrer wie Künzig Shamarpa, Lopön Tsechu Rinpoche, Gendün
Rinpoche, Topga Rinpoche und Khenpo Chödrak die östliche Übertragung
weiter. Sie unterstützen die Arbeit in den neuen, westlich geprägten
Zentren rund um die Welt.

Die Karmapas
Gyalwa Karmapa gilt als erster bewußt wiedergeborener Lama Tibets. Nach seiner vollen Verwirklichung stand er bereits Buddha Shakyamuni vor 2500 Jahren als Liebevolle Augen (tib. Chenrezig) zur Seite. Nach mehreren bedeutenden Leben als Verwirklicher (Yogi) in Indien wählte er all seine späteren Wiedergeburten nördlich der Himalayas.
Der 16. Karmapa Rangjung Rigpe Dorje (re. Bild) mußte Tibet 1959 wegen des chinesischen Einmarschs verlassen. Er sicherte das Weiterbestehen der Karma Kagyü Linie im Exil in Rumtek (Sikkim). Mit Hilfe seiner westlichen Schüler Lama Ole Nydahl und Hannah Nydahl brachte er das Wissen um die Natur des Geistes in die moderne Welt.
Der 17. Karmapa Thaye Dorje konnte mit elf Jahren im Frühjahr
1994 aus dem unterdrückten Tibet in die Freiheit nach Indien gelangen.
Als geistige Oberhaupt unserer Linie hat Karmapa auch eine Homepage unter http://www.karmapa.org

Wer ist Buddha?
Buddha wurde vor etwa 2560 Jahren in Nordindien geboren. Nach langer Suche
erkannte er in tiefer Meditation das Wesen des Geistes und wurde erleuchtet.
Danach lehrte er 45 Jahre lang in der damaligen nordindischen Hochkultur.
Der Buddhismus ist Hauptreligion in mehreren ostasiatischen Ländern
und spricht selbständige Menschen an. Buddhas Einsichten überzeugen
und begeistern seit den siebziger Jahren eine wachsende Zahl von Westlern.

Was lehrt Buddha?
Buddha erklärt hautnah und lebensbezogen, was letztendlich wirklich
und was bedingt ist. Dieses Verständnis ermöglicht das Erleben
dauerhaften Glücks. Der Buddhismus kennt keine Dogmen und erlaubt,
alles in Frage zu stellen. Durch geeignete Meditationen wird das Verstandene
zur eigenen Erfahrung. Zusätzliche Mittel festigen die erreichten
Bewußtseins- ebenen. Das Ziel von Buddhas Lehre ist die volle Entwicklung
der innewohnenden Möglichkeiten von Körper, Rede und Geist.

Was ist Karma?
Karma bedeutet »Ursache und Wirkung«, nicht Schicksal. Jeder
ist für sein eigenes Leben verantwortlich. Dieses Verständnis
ermöglicht den bewußten Aufbau von Eindrücken, die zu
Glück führen und künftiges Leid vermeiden. Noch nicht reif
gewordenes nützliches Karma läßt sich mit den geschickten
Mitteln des Diamantwegs verstärken, schädliches abbauen.

Was ist Meditation?
Meditation bedeutet im Buddhismus »müheloses Verweilen in dem,
was ist«. Dieser Zustand wird durch Beruhigen und Einsgerichtetheit
des Geistes oder durch die Arbeit mit inneren Energien und Lichtformen verwirklicht. Am wirksamsten
ist jedoch die ständige Identifikation mit der eigenen Buddhanatur,
und zwar nicht nur während, sondern auch außerhalb der Meditationssitzungen,
wie es im Diamantweg gelehrt wird.
Was bedeutet "Befreiung" und "Erleuchtung"?
Befreiung bedeutet die Erkenntnis, daß Körper, Gedanken und
Gefühle in ständiger Veränderung sind und deswegen kein
wirkliches »Ich« bilden können. Dadurch erlebt man sich
nicht mehr als Zielscheibe, was die Ursache allen Leidens auflöst.
Erleuchtung ist der weitere, letztendliche Schritt. Hier strahlt das klare
Licht des Geistes durch jede Erfahrung. Es besteht keine Trennung mehr
zwischen Erleber, Erlebtem und Erlebnis. Der Geist genießt jeden
Augenblick seine selbstentstandenen Fähigkeiten und ist in allem
mühelos und spontan.
Weitere
Fragen zum Thema Diamantweg-Buddhismus.

Letzte Änderung: 8/12/02 16:38
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